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Unser Verein ist Mitglied der Domowina

 

Seit 2013 sind wir Mitglied im Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband

Höhepunkte zurückliegender Auftritte 2008:


Krabatfest in Sollschwitz vom 18. bis 20. Juli 2008

Beitrag von Elvira Schuba

Unsere Tanzgruppe gestaltete am Freitag, dem 18.07.2008 den Eröffnungsabend des Krabatfestes in Sollschwitz mit. Das Eröffnungsprogramm begann erst 22.00 Uhr, so dass wir Zeit hatten, Freunde und Bekannte zu treffen oder gemütlich am Tisch im riesigen Festzelt zu schwatzen. Die Sollschwitzer haben auf einen Festumzug verzichtet und mit vielen Puppen ihren sorbischen Alltag und die Sagenfiguren unserer Region dargestellt. Auf diese Weise war dem Besucher zu jeder Zeit ein Umzug geboten, solange er es war, der von Haus zu Haus zog. Eine sehr schöne Idee.

Das Programm begann mit einem „Bacon“ (Storch) auf der Leinwand, der umherzog und alle Puppenmenschen und Sagenpuppen besuchte, mit ihnen plauderte und scherzte und so dem Zuschauer viel über sie, das Krabatfest und den Ort Sollschwitz erzählte. Das weitere Programm wurde von Vereinen der Region gestaltet. Bald fiel mir auf, dass wir die einzigen Trachtenträger in diesem Programm waren, und dass bis auf die Moderation alles deutschsprachig vorgetragen wurde.

Da ich im Moment nicht tanzen kann, war ich in der höchstseltenen Lage, unser Programm als Zuschauer genießen zu können. Und ich genoss es! Ich war wieder einmal stolz, dass wir mit Gabi Linack eine sorbischsprachige Moderatorin zur Seite haben, die ihre für jeden Auftritt speziell vorbereitete Ansagen luftig leicht vorträgt. An diesem Abend traten sie und Karl-Heinz Zink als charmantes, zweisprachiges Moderatorenpaar vor die Zuschauer, das seine Wirkung nicht verfehlte.

Unsere Tanzgruppe erntete für ihren schwungvollen Auftritt sehr viel Beifall und hatte begeisterte Mitsänger unter den Zuschauern, bei allen sorbischen Liedern. Das Erntespiel verfolgten sie schweigend. Ich drehte mich um und schaute in gespannte Gesichter, die dem Geschehen auf der Bühne aufmerksam folgten. Die Hauptrolle hatte diesmal Adelheid Herrmann übernommen, da uns unsere jüngeren Mädchen ausgegangen waren. Ich bewunderte ihr schauspielerisches Können. Sie sagte mir später dazu, sie wisse gar nicht mehr, was sie tat und wie sie es tat, so aufgeregt sei sie gewesen. Aufgeregt wie wohl jede Bäuerin, die von einer Mittagsfrau bedroht wird.

Der Krabat, der gemeinsam mit dem Schwarzen Müller jeden Beitrag abschließend kommentierte, verab- schiedetet die Tanzgruppe über einen sowohl sprachlichen als auch örtlichen Umweg nach Amerika, um die Zeißiger für die Ausrichtung des nächsten Krabatfestes zu gewinnen. Er begründete die symbolische Übergabe des Staffelstabes an die Zeißiger damit, dass ein aus Zeißig stammender Texaner gern in Zeißig das Krabatfest erleben möchte. Die Legende Krabat erfindet wohl heute noch Legenden, um seine Mitmenschen für seine Wünsche zu erwärmen. Wir sind gespannt, ob er damit erfolgreich sein wird.

Dr. Peter Bresan, der Vorsitzende des Vereins Bratrostwo, stand neben mir, Er drückte mich und drückte mir nach unserer Vorstellung seine Bewunderung über unser ausdrucksstarkes und sehr gelungenes Tanzspiel „Ernte“ aus. Voller Stolz konnte ich dieses Lob jedem weitergeben, der mir nach dem anstrengenden Auftritt noch zuhören konnte.


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