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Seit 2013 sind wir Mitglied im Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband

Höhepunkte zurückliegender Auftritte 2010:


Sorbischer Trachtenball in Crostwitz am 24. April 2010

Beitrag und Foto von Martin Kasper

Herzklopfen haben alle Tänzerinnen und Tänzer der sorbischen Volkstanzgruppe aus Zeißig eigentlich immer noch vor jedem Auftritt. Obwohl sie doch in den vergangenen Jahren sehr viele Auftritte in der Lausitz, sowie in ganz Deutschland und auch im Ausland meisterhaft und mit Begeisterung bewältigt haben.

Am vergangenen Wochenende waren sie und auch die Mitglieder der Trachtengruppe aus Bluno zum 1. Ball sorbischer Nationaltrachten nach Crostwitz eingeladen.

Monika und Bernhard Ziesch hatten als Organisatoren die Fäden fest in der Hand und begrüßten alle Anwesenden mit herzlichen Worten auf sorbisch, ihrer Muttersprache, und wünschten viel Spaß und Freude. Mit dem dazu passenden Volkslied “Wjesele dźensa…” war der erste Ball dann eröffnet.

Eingeladen waren auch bekannte Vereine und Gruppen aus der gesamten Ober- und Niederlausitz. Manche von denen bestehen schon viel länger als die Zeißiger oder auch die Blunoer. Beide Dörfer vertraten mit ihren bunten Trachten die evangelischen Sorben des ehemaligen Kreises Hoyerswerda.

“In der DDR gehörten wir zum Kreis Hoyerswerda, dann zu Kamenz und heute zu Bautzen”, erklärte der Leiter und Gründer der erfolgreichen Trachtengruppe aus Bluno, Helmut Kurjo, humorvoll. “Wir waren bereits beim 1. Festival der sorbischen Kultur in Bautzen dabei.” Er bedauerte die heutige Entwicklung sehr, denn “seine” Gruppe zählt zur Zeit nur noch 25 Mitglieder, bedingt durch fehlende Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Region. 

Die Zeißiger stellten in gewohnt lockerer Weise die Tänze ihrer Vorfahren vor und die Blunschen die verschiedenen Trachten der evangelischen Sorbinnen, die in beiden Dörfern getragen werden, heute leider nur noch zu besonderen Anlässen. Ein besonderer Anlass war dieser erste Ball auf alle Fälle. Alle Anwesenden, ob aus den katholischen Dörfern, dem Spreewald oder Bautzen selbst waren sich zum Schluss darin einig, dass es auf alle Fälle einen zweiten Ball dieser Art geben muss.


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